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Gunkls Tip des Tages (Archiv)

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Tips für Dezember 2019

01.12.2019:
Wer einen Menschen mit germanistischer Ausbildung kennt, der sowas mitmacht, kann mit ihm durchkalauern, was denn Überschiede als Gegenteil von Unterschieden so jetzt einmal genau wären.

02.12.2019:
Es gibt ja verschiedene Arten von Unterschieden; zum Beispiel sind qualitative Unterschiede etwas kategorisch anderes als quantitative Unterschiede. Sollte das gestern hier angeregte Gespräch noch ausstehen, dann können Sie ja, sobald es vollstreckt wird, da erörtern, ob es unter Überschieden auch solche Unterschiede gäbe.

03.12.2019:
Filament ist eine schlecht geschriebene Freundin mit Minzgeschmack.

04.12.2019:
Ein Glück, daß die Welt es mit der Sprache nicht so genau nimmt. Jedenfalls leitet nicht jede Streckenführung eines Navigationssystems entweder ins Wasser oder auch nur an einen Fähranschluß.

05.12.2019:
Zurrgurt ist auch etwas, was schon so klingt.

06.12.2019:
Mein Rechtschreibeprogramm verkehrt offenbar als hochgesicherte Ladung. Zurrgurten sind hier nur im Plural bekannt.

07.12.2019:
Ob das Schrumpeligwerden der Haut an den Händen bei zum Beispiel langem Baden einen Zweck oder nur einen Grund hat, ist noch nicht endgültig geklärt. Der Zweck wäre eine erhöhte Fähigkeit, Dinge zu halten, der Grund wäre herkömmliche Osmose. Wer der Wissenschaft einen Dienst erweisen will, kann das ja einmal endgültig klären.

08.12.2019:
Im Salzwasser bekommt man weniger schrumpelige Hände. Also, die Anzahl der Hände bleibt, soferne kein Hai in der Nähe ist, gleich, aber der Grad der Schrumpeligkeit ist nicht so hoch.

09.12.2019:
Ich habe mir das mit dem Schrumpeligwerden der Hände bei längerem Aufenthalt im Wasser noch einmal durchgedacht, und es bleibt doch eher die Osmose im Rennen um eine Begründung; wiewohl wir als Gattung auf Wasser angewiesen sind, war es doch in der Menschheitsgeschichte nur sehr wenigen vorbehalten, so lange in einer Badewanne zu liegen, bis die Hände schrumpelig werden. Und die, die sich das leisten konnten, waren sicherlich nicht existentiell darauf angewiesen, unmittelbar nach oder noch im Bad etwas fest greifen zu können. Ein eventueller evolutionärer Vorteil, der sich aus dieser Fähigkeit soweit ergibt, daß daraus eine Eigenschaft erwächst, die dann schließlich alle Menschen teilen, ist somit eher auszuschließen, zumal die Zehen ja auch schrumpelig werden, und mit denen halten wir Menschen seit der Einführung des aufrechten Ganges nichts mehr.

10.12.2019:
Noch ein kleiner Nachtrag zu den schrumpeligen Händen: im Salzwasser werden die Hände ja nicht so schrumpelig wie im Süßwasser. Wer nach einem Schiffbruch sich an vorbeitreibendem Gut festhalten will, ist mit einer erhöhten Griffigkeit seiner Hände sicher gut bedient. Und die meisten Schiffbrüche geschehen aber im Meer. Und gerade da sind die Hände dann nicht schrumpelig und somit kann man auch weniger fest greifen.

11.12.2019:
Das Hauptwort „Satz“ geht mit vielen Vorsilben. Ist mir gerade auf- und eingefallen, hat aber nicht wirklich großes Gewicht. Kann man unter „einfach so“ abheften.

12.12.2019:
Es gibt ja echt große Primzahlen. Klar, bei unendlich vielen Primzahlen sind die meisten davon echt groß. Und in sehr großen Zahlen mit mehreren hundert Stellen kommen alle Ziffern vor. Wer lustig dazu ist, kann die kleinste davon suchen, die folgendes Kriterium erfüllt: wenn man aus dieser Zahl, die allerdings eben schon mindestens zehn Stellen haben muß, alle 1er streicht, ist die verbleibende Zahl eine Primzahl. Wenn man alle 2er streicht, ebenso, und so fort. Wenn Sie da jetzt nicht gerade die kleinste davon finden, sondern eine, die das Kriterium erfüllt, aber größer als die kleinste ist, haben Sie von mir aus gesehen nix falsch gemacht.

13.12.2019:
Wer Sprachknobeleien mag, kann versuchen, ein Gedicht zu schreiben, das auch dann ein - allerdings anderes - Gedicht bleibt, wenn man stramm jeden Buchstaben darin gegen jeweils einen anderen austauscht. Also, zum Beispiel jedes „e“ wird zu einem „“m“, jedes „k“ zu einem „f“. Die genaue Zuordnung ist frei, sollte aber natürlich eingehalten werden.

14.12.2019:
Vielleicht haben die Franzosen das erste Fort gebaut, und also Fort Une genannt, und weil sie so glücklich darüber waren, ist der Begriff dann in weiterer Folge als Bezeichnung für Glück in der Sprache haften geblieben. Vielleicht auch nicht. Einfach einen Franzosen fragen.