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Gunkls Tip des Tages (Archiv)

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Tips für Juli 2017

01.07.2017:
Überlegen Sie, ob Ihr Leben ärmer wird, wenn Sie die Diskussion, ob man im Leben alles wenigstens ein Mal ausprobiert haben sollte, mit allen zu Menschen führen, mit denen Sie sie führen könnten, nicht ausprobiert haben.

02.07.2017:
Sägeblätter von Bandsägen, die zum Durchtrennen von Stahl verwendet werden, eigenen sich als Beifügung in Damastklingen ganz vortrefflich; das Material läßt sich leicht verschweißen, macht den Damast sehr zäh, und glänzt nach dem Polieren hochhell. Ist jetzt echt eher eine Randgruppenthematik, aber wer an sowas Interesse hat, kann mit dieser Information was anfangen.

03.07.2017:
Wenn es grad regnet oder die Gartenarbeit sonstwie schon erledigt ist, kann man herausfinden, ob mehr Faktorielle von deutschen Postleitzahlen abzüglich einer höchstens zweistelligen Zahl oder mehr Produkte von nicht mehr als vier - in Stunden, Minuten, Tag, Monat und Jahr geschrieben - Ankunftszeiten von indischen Zügen aus den letzten acht Monaten zuzüglich einer mindestens dreistelligen Zahl eine Primzahl ergeben.

04.07.2017:
Mein Rechtschreibeprogramm kennt keine Faktoriellen. Mit dem müssen Sie also die gestern hier vorgestellte kleine Rechenübung nicht durchgehen.

05.07.2017:
Man findet in den Sagenwelten aufgepimpte Wagen selten.

06.07.2017:
Früher gab es ja das Tamagotchi; ein kleines Gerät, das nix macht, aber Bedürfnisse hat, und das, sobald man sich nicht ausreichend darum kümmert, beginnt zu quengeln, bis es genug Aufmerksamkeit bekommt. Diese Geräte gibt es nicht mehr. Braucht auch niemand. Das machen jetzt die Facebook-Freunde.

07.07.2017:
Irgendwann ist wieder Umstellung auf Winterzeit. Aber halt irgendwann. Man darf entspannt bleiben.

08.07.2017:
Die Umstellung auf Winterzeit, hab ich mich so halbschlau gemacht, ist nicht, wie gestern hier angemerkt irgendwann, sondern schon so richtig wann, dann nämlich in echt und für richtig, aber trotzdem erst, von jetzt aus gesehen, später. Wer gestern schon diesbezüglich entspannt war, darf heute und bis später so verharren.

09.07.2017:
Wenn Sie ein Thema für eine Diplomarbeit in - ich schätze, das wird sowas wie zeitnahe Kulturgeschichte sein - suchen, dann finden Sie die abseitigsten Dinge, die Menschen sammeln und auch Tauschbörsen diesbezüglich betreiben. Das sollte aber schon weit hinterm Horizont von Überraschungsei-Figuren liegen, damit das auch was hergibt. Präkolumbianische Nagelzwicker als Sammel- und Tauschobjekt sind zum Beispiel so die Auslenkungsklasse, die da angestrebt ist.

10.07.2017:
Wer ein Kombinationsstudium in Linguistik, Völkerkunde und Meteorologie macht, kann als Diplomarbeit herausfinden, ob es ein Volk gibt, das in einer wettermäßig so abwechslungslosen Gegend wohnt, daß es dort nur ein Wort für „Wind“ gibt. Wer das ohne entsprechendes Studium untersucht, hat offenbar viel Zeit. Glückwunsch.

11.07.2017:
Es gibt in Deutschland tatsächlich einen Ort, der Hannober heißt. Meinem Rechtschreibeprogramm ist das unbekannt. Das bietet Hannover als Alternative an. Ich stell mir vor, daß das auf Ämtern oder beim Ausfüllen von Formularen auch so sein wird, daß man da immer angebesserwissert wird, wenn man als Hannoberaner schreibt, wo man herkommt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber sollte Ihnen jemand sagen, daß er aus Hannober kommt, dann nicken Sie, und sagen Sie, Sie haben von diesem Ort schon gehört. Das kommt bestimmt gut an.

12.07.2017:
Erfinden Sie eine Sportart, bei der zusätzliche - von Ihnen frei behauptbare - Sinnesrezeptoren im menschlichen Körper hilfreich wären. Einfach so. Vielleicht kann man das ja einmal brauchen.

13.07.2017:
In der heurigen Sommermode sind Festmacherleinen nur unter Vorlage eines Kapitänspatentes als Appliken der Garderobe gestattet. Wer keins hat, muß irgendwie andere Schnüre nehmen. Geht auch, gibt aber als Konversationsstoff nicht so viel her.

14.07.2017:
Die Nautische Gemeinde hat sich gemeldet; mit einem Antragsschein auf ein Hafenkapitanat darf man in der heurigen Sommermode Mooringleinen als Schuhbänder tragen. Na, immerhin.

15.07.2017:
Auch, wenn man in Fernsehsendungen ab und zu Gegenteiliges hört, wird die Dunkle Energie die Atome nicht zerreißen; dafür ist zwischen Atomkern und Atomhülle zu wenig Platz. Das kann man also aus Befürchtungen, denen man sich eventuell gern mit wohligem Schauer anheimschmeißt, streichen.

16.07.2017:
Weil grad Sommerloch ist, kann man festhalten, daß Kontratuberanzen Ruhephasen der Sonnenoberfläche sind.

17.07.2017:
Wer Blasmusik auf Streichorchester umarrangiert, begeht eine, wie ich finde, sommerlochmäßig durchaus so benennbare Kontratuberanz.

18.07.2017:
Oje, das Sommerloch; ein Kontrafessor ist jemand, dem man etwas beibringen muß.

19.07.2017:
Es ist doch bemerkenswert, daß „sensibel“ und „sensationell“ selben Ursprungs sind.

20.07.2017:
Auch interessant; die Sinne, die wir so haben, geben lediglich Statusinformationen der Umgebung. Das, was wir als Sinn in pathetischeren Zusammenhängen postulieren, reklamieren, einfordern oder einfach behaupten, das ist schon ein unvergleichlich mehrschichtigeres Ding als die Sinne, die uns über bestimmte Gegebenheiten in unserem unmittelbaren Umfeld Informationen verschaffen.

21.07.2017:
Ich denke, daß, wer einen Erotikroman sucht, in dem das Phänomen des Anstellwinkels ein handlungstreibendes Motiv ist, wird diesen Roman wohl selber schreiben müssen. Dafür kann man dann diesbezüglichen Literaturfeinspitzen gleich mit eine Freude machen.

22.07.2017:
Mein Rechtschreibeprogramm kennt Literaturfeinspitze. Also, vermutlich nicht persönlich, aber immerhin. Faktorielle kennt es nicht. Hat halt jeder so seine Interessensgebiete. Daß mir als Alternative zu den Faktoriellen Vektorielle angeboten werden, halte ich für ein Zeichen einer gewissen Aufgeschlossenheit.

23.07.2017:
„Regal“ könnte ja auch das Adjektiv einer Maßnahme sein, die eine Regierung trifft. Ist nicht, weiß ich schon, könnte aber. Also, im Sommerloch allemal.

24.07.2017:
Die Fliegenfischweltmeisterschaft war heuer schon. Haben wir vermutlich so ziemlich alle verpaßt. Petri Gleichmut.

25.07.2017:
Im Häkeln gibt es auch Weltmeisterschaften. Hab ich auch verpaßt. Ich wüßte nicht einmal, was man da wünschen soll, oder wie man artgerecht grüßt. Vermutlich sowas wie „Strick Auf!“ Naja, wohl eher nicht. Die Hitze tut mir nicht gut.

26.07.2017:
Wenn Sie sich multikulturell verdient machen wollen, dann bauen Sie einen Didgeridoodelsack.

27.07.2017:
Schweißflecken an einer Hose können auch Brandlöcher sein. Also, bei Metallern ist das so.